07 Aug 2022 Sonntag
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Feuerwehr Sachsen-Anhalt hilft bei Waldbrand in Nordsachsen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SKJ   
Mittwoch, den 03. August 2022 um 09:36 Uhr

2022-08-03-wbsAm Freitagmorgen (29.07.2022) forderte die Gemeinde Arzberg eine Löschhilfe mit acht Tanklöschfahrzeugen (TLF) an. Das Innenministerium stimmte dem Hilfeersuchen zu und das Landesverwaltungsamt fragte die Landkreise Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und die Stadt Halle (Saale) an, ob kurzfristig Hilfe geleistet werden kann. Alle Angefragten erklärten sehr schnell helfen zu können und zu wollen. Gegen 12:30 Uhr trafen sich auf dem Hof der Hauptwache der Berufsfeuerwehr Halle acht Tanklöschfahrzeuge aus den benannten Landkreisen. Um die Führung effektiv gewährleisten zu können, wurden durch die Stadt Halle zusätzlich zu den zwei TLF weitere zwei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) sowie ein Motorrad (Krad) entsandt. Das Krad war erst am Vortag übergeben worden. Eine Kolonne mit 10 Fahrzeugen begab sich zum Bereitstellungsraum und traf um 14:20 Uhr am Feuerwehrhaus Arzberg ein. Hier erfolgte eine ausführliche Lageeinweisung und eine Verpflegung der Einsatzkräfte. Danach wurden die Kräfte Sachsen-Anhalts zum auswärtigen Einsatzort gelotst und übernahmen hier einen Einsatzabschnitt. Dieser Abschnitt befand sich unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg und war ein ca. 100 ha großes Waldstück. Ein Großteil dessen war verbrannt, zahlreiche Glutnester waren vorhanden, der Wald qualmte „aus allen Knopflöchern“, teilweise waren noch kleinere Flammen zu verzeichnen. Ein Löschwasserbehälter mit 25 m³ Fassungsvermögen wurde ständig befüllt, ebenso stand ein weiterer Brunnen ca. 200 m entfernt am Waldrand zur Löschwasserversorgung zur Verfügung. Dem Einsatzabschnitt zugeordnet waren neben den benannten acht TLF Sachsen-Anhalts weitere drei TLF aus Sachsen, ein Flugfeldlöschfahrzeug Panther, ein Bergepanzer und ein Feuerlöschpanzer sowie zeitweise vier Wasserwerfer der Polizei. Aufgabe aller Beteiligten war es, möglichst viel Löschwasser in möglichst kurzer Zeit in den Wald einzubringen, um vorhandene Glutnester abzulöschen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Ein solches Wiederaufflammen hatte es einige Tage zuvor bereits durch starken Wind gegeben. Ergebnis waren hier leider mehrere verletzte Feuerwehrleute, verbrannte Ausrüstung und eine massive Vergrößerung der Brandfläche. Als Problem stellte sich mögliche Munition dar, welche sich sehr wahrscheinlich im Wald befand. Deshalb durfte der Wald nur auf den vorhandenen Wegen betreten werden bzw. von den Wegen gelöscht werden. Als sehr hilfreich erwies sich hier der Feuerlöschpanzer, welcher auch in der Fläche tätig werden konnte. Alle Beteiligten zeigten eine hervorragende Einsatzbereitschaft! Es wurden riesige Mengen Löschwasser in den Wald eingebracht. Nach und nach war ein Löscherfolg zu verzeichnen, welcher sich darin äußerte, dass Wärmebilder, welche mit einer Drohne gemacht wurden, den Löscherfolg sichtbar machten. Auch die Rauchentwicklung ging sichtbar zurück. Ein großes Lob möchten wir den Beteiligten der „Essenversorgung“ machen. Eine solche gute Versorgung hatten wir noch nicht. Es war Klasse! Auch der Ministerpräsident Sachsens, Herr Michael Kretschmer, ließ es sich nicht nehmen, sich am Samstagnachmittag in unserem Einsatzabschnitt ein Bild von der Lage zu machen. Er äußerte sich sehr lobend über die unkomplizierte länderübergreifende Hilfe und bedankte sich ausdrücklich dafür. Beeindruckt waren wir auch über die Dankbarkeit der Bevölkerung. Vielfach hingen an Gebäuden, Zäunen und Grundstücken Dankesworte an die Einsatzkräfte. So etwas macht stolz und motiviert. Nachdem der Löscherfolg sichtbar war, konnten die eingesetzten Kräfte Sachsen-Anhalts nach Entscheidung der Technischen Einsatzleitung bereits am Samstagabend nach ca. 1,5 Tagen Dauereinsatz aus dem Einsatz herausgelöst werden und die Heimfahrt antreten. Alle Kräfte trafen wohlbehalten und gesund wieder an ihren Standorten ein. Die kreisübergreifende Zusammenarbeit auf Initiative des Innenministeriums hat super funktioniert!

Wir bedanken uns bei den Kräften Sachsens für die professionelle Zusammenarbeit. Es war eine interessante Zeit, GERNE WIEDER!!

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Kräder des Katastrophenschutzes übergeben PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SKJ   
Dienstag, den 02. August 2022 um 16:02 Uhr

2022-08-02-kradIn Auswertung vergangener Katastrophen und Großschadenslagen wurde erkannt, dass es notwendig ist, für Nachrichtenübermittlung, Botenfahrten, Lotsendienste und Erkundungsfahrten Kräder zur Verfügung zu haben. Deshalb wurden in den Nachmittagsstunden des Donnerstags, 28.07.2022, drei Kräder des Katastrophenschutzes an die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Halle (Saale) zur Nutzung übergeben. Die Stadt Halle (Saale) bekam diese Kräder vom Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt. Die Stadt beschaffte die notwendige persönliche Schutzausrüstung für die Kradmelder. Die Kräder werden entsprechend des Aufstellungserlasses Katastrophenschutz den Fachdiensten Brandschutz, ABC und Führungsunterstützung zugeordnet. Sie sind in den Freiwilligen Feuerwehren Halle-Trotha, Halle-Lettin und Halle-Büschdorf stationiert. Neben dem Einsatz bei Katastrophen und Großschadenslagen können diese Kräder auch im „Tagesgeschäft“ zum Einsatz kommen, beispielsweise bei Großveranstaltungen und/oder zum schnellen Transport von Unterlagen/Informationen bei Ausfall von Telekommunikation.

Wir wünschen allen Kradmeldern stets eine unfallfreie Fahrt und viel Spaß bei der Erfüllung der neuen Aufgabe! 

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Staub oder Matsch?! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SH   
Freitag, den 22. Juli 2022 um 19:13 Uhr

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Menschen auf den Dächern ihrer Häuser, einstürzende und in den Fluten schwimmende Häuser, Rettungskräfte, die unter Einsatz ihres Lebens Menschen aus ihren Häusern retten und noch viele dramatische Szenen mehr spielten sich in der Nacht vom 13. zum 14. Juli vergangenen Jahres ab. 
Ein sogenanntes Starkregenereignis ereilte die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr. Viele Menschen standen vor den Trümmern ihrer Existenz inmitten einer Katastrophe. Deutschlandweit machten sich Hilfskräfte auf den Weg in die betroffenen Regionen, um zu helfen. So entsandte auch die Stadt Halle (Saale) ein Hilfeleistungskontingent zum Bereitschaftsraum am Nürburgring. Ein Bereitschaftsraum ist ein Sammelpunkt für Hilfskräfte. In diesem Fall sammelten sich hier die Kräfte von Bundeswehr, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk und wurden von da aus auch ihren Einsatzaufträgen zugeordnet.  
Ein besonders prägender Teil dieser Hilfeleistung war der Einsatz in der Gemeinde Schuld (Landkreis Ahrweiler). Vielmals redeten wir in den letzten Monaten noch über unsere Erlebnisse vor Ort und das Ausmaß der Verwüstung. Dennoch sind wir nach wie vor bewegt von der Freude und Dankbarkeit, die wir dort erfuhren. Umso mehr freute es uns, dass wir für den 16. Juli dieses Jahres eine Einladung zum Helferfest der Gemeinde Schuld bekamen. 
Gern folgten wir der Einladung ins Ahrtal. Da viele weitere Mitglieder und Kollegen leider beruflich verhindert waren, fuhr nur eine kleine Abordnung von zwei Angehörigen der Feuerwehr nach Schuld. 
Was wir hier erlebten, lässt sich schwer in Worte fassen. Immer noch ist die Katastrophe im gesamten Ahrtal nicht zu übersehen. Die Schuttberge sind verschwunden, jedoch ist das Bild oftmals noch geprägt von leerstehenden Häusern und Ruinen. Auch sind an vielen Häusern die Spuren der Flut noch zu sehen und auch in den Gedanken der Menschen ist die Flut noch lange nicht verarbeitet. So erzählte der Wehrführer der Gemeinde Schuld:“ Wir unterscheiden nur noch zwischen zwei Jahreszeiten, Matsch und Staub.“ Andere Einwohner Schulds erzählten uns, dass sie blind für all die Verwüstungen geworden sind. Ebenso gehören die provisorischen Brücken, Lichtmasten, Elektroverteilungen, der Schotter am Flussbett, die Straßensperrungen und Umleitungen u.v.m. mittlerweile zum Alltag der Menschen.
Wir konnten jedoch beim Helferfest Zeugen mutiger Menschen werden: so lauschten wir der Rede von Bürgermeister Helmut Lussi, der sich nochmals aufs herzlichste bei allen Helfern bedankte. Doch unvergessen wird uns die Rede von Wehrführer Tobias Lussi sein. Dieser erzählte, wie die Feuerwehrleute die Flutnacht erlebten, was uns einen Gänsehaumoment bescherte und kritisierte in seiner Rede die Aufarbeitung der Flut von politischer Seite. Seine Brandrede verbreitete sich auf das Schnellste in den sozialen Medien.
Wir verbrachten an diesem Abend wundervolle Stunden zwischen den anderen Helfer*innen der Hilfsorganisationen, privater Helfer*innen und den Einwohner*innen Schulds.

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Feuerwehr Schuld, speziell bei Tobias und Sebastian, für die Einladung, die Unterbringung, aber vor allem die herzliche Betreuung an diesem Wochenende und wünschen den Einwohner*innen von Schuld weiterhin alles Gute. Es war den Einsatzkräften der Feuerwehr Halle (Saale) eine Selbstverständlichkeit und auch eine Ehre helfen zu dürfen!
Wir hoffen, euch zum Jubiläum der Feuerwehr Halle (Saale) im Jahr 2024 in Halle begrüßen zu dürfen! 


2022-07-22-staubmatsch-1 Die Kapelle in Hönningen wurde durch die Feuerwehr Halle vom Schlamm befreit. 
2022-07-22-staubmatsch-5 So sieht es heute in Schuld aus 
2022-07-22-staubmatsch-6 Wir verewigten uns auf einer Bank, die ihren Platz in Schuld finden wird. 
 2022-07-22-staubmatsch-3  Sinzig war im letzten Jahr unser erster Einsatzort. So sieht es dort heute aus.
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 Sinzig

 

 

2022-07-22-staubmatsch-2  Diese Tafeln bekamen alle Helfer als Dankeschön. Wir bekamen jeweils eine, um sie zentral auf der Haupt- und auf der Südwache aufhängen zu können.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  

 
Unterstützung Waldbrand PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: AZ   
Freitag, den 24. Juni 2022 um 11:33 Uhr

 

2022-06-24-WBBBFeuerwehr Halle (Saale) im Land Brandenburg im Einsatz

In den Nachmittagsstunden des Sonntags, 19.06.2022, erreichte die Feuerwehr Halle (Saale) ein Hilfeersuchen der Behörden im Land Brandenburg. Hier waren mehrere größere Waldbrände außer Kontrolle geraten, der Katastrophenfall war ausgerufen. Unmittelbar nach Eingang des Hilfeersuchens wurden Festlegungen getroffen, welche Kräfte und Mittel in Brandenburg als erste Kräfte unterstützen sollten. Letztlich wurde eine Sondereinheit bestehend aus 39 Einsatzkräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit neun Einsatzfahrzeugen zusammengestellt. Die Kräfte wurden alarmiert und trafen sich kurz darauf im Sammelraum auf dem Hof der Hauptfeuerwache. Nach kurzer Lageeinweisung begab sich die Kolonne auf den Weg zum Bereitstellungsraum in Beelitz. Bereits auf der Anfahrt war von der Autobahn aus eine unheildrohende riesige grauschwarze Rauchwolke zu sehen, welche den Himmel verdunkelte. Ebenfalls war Feuer zu riechen. In den Ortschaften, welche an den Brand angrenzten, standen viele Anwohner besorgt vor ihren Häusern und freuten sich über unser Eintreffen. Im Bereitstellungsraum angekommen wurde nach kurzer notwendiger Pause ein Einsatzauftrag erteilt: Übernahme eines Brandabschnittes des Großwaldbrandes bei Beelitz-Heilstätten. Die Kräfte und Mittel begaben sich bei einsetzender Dunkelheit in das Einsatzgebiet und übernahmen nach professioneller Übergabe durch örtliche Kräfte den Einsatzabschnitt. Folgende Lage stellte sich dar: Ein Waldbrand auf einer sehr großen Fläche war außer Kontrolle. Eine Feuerlinie von mehr als einem Kilometer Länge bewegte sich stetig auf Gebäude einer Ortschaft und Industrieanlagen sowie eine Kaserne zu. Gefährdet waren ebenfalls mehrere Bahngleise sowie Hochspannungsleitungen. Es waren Flammen mit bis zu fünf Meter Höhe sowie teilweise eine Rauchentwicklung zu verzeichnen, welche kaum mehr als einen Meter Sicht ermöglichte. Die örtlichen Kräfte waren nach sehr guter Arbeit und stundenlangem Kampf gegen die Flammen erschöpft und mussten dringend abgelöst werden. Die Einsatzabschnittsleitung wurde übernommen, die Kräfte und Mittel im Einsatzabschnitt disloziert und Einsatzaufträge erteilt. Hauptziel war es, die Flammen an der letzten verbliebenen Verteidigungslinie, einem Waldweg ca. 200m von einer Ortschaft entfernt, zum Stehen zu bringen. Dies gelang nach stundenlangem Kampf bis fast zur Erschöpfung aller eingesetzten Kräfte sowie mit Unterstützung des Wetters durch nachlassenden Wind und einsetzenden Regen.

Eingesetzt im Einsatzabschnitt waren neben den örtlichen Kräften der Feuerwehr und unserer Einheit, Kräfte aus den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Salzlandkreis, Dessau sowie aus Cottbus. Weiterhin waren eine Vielzahl anderer Kräfte zu koordinieren, u.a. vier Wasserwerfer der Polizei, Kräfte der Bundeswehr-Feuerwehr, ein Flugfeldlöschfahrzeug des BER, Kräfte der Forstverwaltung, ortsansässige Bauern mit Traktoren und mit Löschwasserbehältern sowie Kräfte von @Fire. Zusätzlich kamen ein Bergepanzer der Bundeswehr sowie fünf Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei als Luftunterstützung zum Einsatz. Außerdem sind Kräfte des THW, DRK und DLRG nicht zu vergessen, welche „im Hintergrund“ für gute Rahmenbedingungen Sorge trugen. Insgesamt waren mehrere hundert Einsatzkräfte in unserem Einsatzabschnitt tätig.

Durch die ausgesprochen kameradschaftliche und professionelle Zusammenarbeit ist es allen Beteiligten gemeinsam gelungen, die Ausbreitung des Brandes auf bewohnte Gebiete zu verhindern. Hier gilt der herzliche Dank allen Beteiligten!

Nunmehr ist es die kräftezehrende und zeitraubende Aufgabe, allein in unserem Brandabschnitt auf ca. 170 ha Nachlöscharbeiten durchzuführen und Glutnester zu beseitigen, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Dies wird sicherlich einige Tage in Anspruch nehmen. Unsere Kräfte wurden nach rund 24-h-Dauereinsatz erschöpft, aber gesund und glücklich von Kräften aus Brandenburg abgelöst. Ein denkwürdiger und erfolgreicher Einsatz, welcher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


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SICHERHEIT - RUND UM DIE UHR
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